Knapp zwei Wochen nach meiner Operation habe ich heute erstmals wieder das Lauftraining aufgenommen. Am Plan standen 45 Minuten regeneratives Laufen um zu sehen wie es mir in der Bewegung, insbesondere mit den Stößen die bei jedem Schritt entstehen, geht. Denn wenn auch die normale Bewegung nach der Operation kein Problem war, waren Erschütterungen Anfangs noch schmerzhaft.
Die Woche selbst hat jedoch bereits mit zwei Trainingseinheiten am Ergometer begonnen. Für mich ist das heuer ein Neubeginn denn Seit der Kreuverletzung Ende August habe ich nur mehr mit stark reduziertem Umfang trainiert. Insbesondere auf Grund der Achillesfersen Probleme hat darunter das Lauftraining gelitten. Im Grunde habe ich nur zwei Wochen Für den Sie & Er Lauf einige Einheiten Ende Oktober/Anfang November eingeschoeben und danach wieder pausiert. Mit 2-3 Schwimmeinheiten pro Woche habe ich mich im Herbst dennoch fit gehalten. Nach einer Tablettenkur ab Mitte November habe ich dann meine Achillesferse in Griff bekommen und nach Bestätigung der Diagnose eines Leistenbruchs leichte Trainingseinheiten gelaufen um den Stoffwechsel wieder anzukurbeln.
Ich habe in dieser Zeit aber doch einiges von der Form die ich bis Mitte des Vorjahres aufgebaut habe eingebüßt. Wieviel es tatsächlich ist kann ich im Moment schwer sagen. Dass wird sich in den nächsten 1-2 Monaten herausstellen. Gefühlsmäßig bin ich was die Grundlagenausdauer betrifft jedoch im Bereich in dem ich das professionelle Training 2007, nach dem Berlin Marathon, aufgenommen habe. Allerdings, das habe ich zuletzt am Tag vor der OP gemerkt, gibt es eine Fülle an Faktoren in denen ich wesentlich weiter als damals bin. Die allgemeine Belastbarkeit und Kraft, mein Laufstil, Wasserlage und Technik an Land und im Wasser.
Auch wenn ich es natürlich langsam angehen muss kann ich trotzdem höhere Umfänge und Intensitäten gehen als ich es damals konnte. Am besagten Tag vor der OP bin ich seit langem wieder einmal länger als 60 Minuten gelauen. Gesamt waren es 1:45h und das im Schnee. Ich hätte noch weiter laufen können und hatte am Tag darauf keinen Muskelkater oder sonstige Beschwerden. Aber nicht nur damals, sondern vor allem während der ersten Tage nach der OP habe ich gemerkt wie gut die Prozesse in meinem Körper funktionieren. Insbesondere die Regenerationsprozesse bei denen der Körper Verletzungen ausheilt und Zellen wiederherstellt. Es war spührbar wie rasch ich mich erholt habe. Belastungen die am Vorabend noch gemschmerzt haben waren am Morgen danach nicht mehr vorhanden. Die Schmerztabletten habe ich bereits 3 Tage nach der OP halbiert und weitere 3 Tage später zur Gänze weggelassen.
Mit der Freigabe für das Radtraining bei 100/110 Watt durch meinen Chirurgen am Freitag vor einer Woche at für mich ein neuer Trainingsabschnitt begonnen. Ursprünglich hat es danach ausgesehen als müsste ich bis zu den emesterferien pausieren. Jetzt kann ich aber danach bereits das Training wieder voll aufnehmen und die Zeit davor dazu nutzen den Körper an die Bewegung zu gewöhnen.
Am Dienstag und Donnerstag bin ich somit erstmals seit langem wieder auf dem Ergometer im Fitnesscenter gesessen. Zunächst 45 min. und dann eine Stunde. Mit wenig Widerstand und einer Trittfreqzenz von durschn. 85 UPM. Im Moment muss ich noch eher aufrecht sitzen. Andernfalls hätte ich beim Aufrichten noch Schmerzen. Aber die Bewegung selbst bereitet mir keinerlei Probleme. Kraftmäßig sehe ich hier aber einen Nachholbedarf.
Mit 21.1. - also 14 Tage nach der OP - hatte ich das Go für eine volle Belastung. Ausgenommen intensives Muskelkrafttraining. Aber alle Sportarten sowie ein vernünftiges Rumpfkrafttraining sind wieder erlaubt. Da Ulli für heute einen 3h Lauf auf ihrem Plan hatte bin ich mit ihr mitgelaufen. Vergenommen habe ich mir 30-45 Minuten, je nachdem wie es mir gehen würde. Geworden sind es dann lockere, herrliche, befreiende 50 Minuten.
Am kommenden Dienstag startet dann der letzte Test innerhalb der Triathlon Sportarten - das Schwimmen. Werde da noch alleine sein und mit dem Pull beginnen. Wenn das gut geht werde ich sehen wie es ohne geht. Würde mich aber nicht wundern wenn ich da noch leichte Schmerzen hätte weil gerade beim Schwimmen für eine gute Wasserlage notwendige Körperspannung den operierten Bereich am meisten beansprucht. Für kommenden Donnerstag ist dann seit langem wieder ein gemeinsames Training mit den anderen Triathleten geplant. Und darauf freue ich mich ganz besonders. Auch wenn ich hinten nach sein werde. Gerade hier werde ich eine ganz besonderen Ansporn für den Trainingsbeginn finden.
Denn eines ist klar - einiges muss auch hier neu erarbeitet werden und im Wasser tue ich mir da immer am Schwersten. Allerdings - ich habe Zeit, nichts läuft mir davon. Ich kann mich in Ruhe auf den Sommer vorbereiten. Das einzige
Ziel dass ich im Schwimmen für heuer habe sind die 400m in 7:20 min für den Aufnahmetest im Rahmen der Triathlon/Duathlon Trainerausbildung am 17. September. Aber bis dahin bin ich sicher wird mich Tobi soweit bringen.
Jetzt gilt es Ziele 2010 neu zu planen und das Training darauf auszurichten. Und auf diese Weg könnt ihr mich wieder begleiten. Hier im Tagebuch und live bei den Trainingswettkämpfen. Ich bin wieder da und bald wieder zurück!