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"Do it Yourself" versus "Professional Training"

Ungeachte welches Ziel man verfolgt wie die Teilnahme an einem Wettkampf, die Verbesserung der allgemeinen Fittness oder aber einfach die Reduktion des Körpergewichts - in jedem Fall ist es notwendig dass man sich bewegt. Und zwar nicht dann und wann sondern laufend und in einem Mass wie es dem eigenen Gesundheitszustand zuträglich und für das Erreichen des Ziels erforderlich ist.

In diesem Bereich möchte ich allen interessierten Einblicke in mein Training, die unterschiedlichen Trainingsformen, Tips und vieles mehr zu diesem Thema geben.


Die erste Frage die sich dabei stellt ist:

Was muss ich tun um mein Ziel zu erreichen?
Die Antwort ist ganz einfach - ich muss meinen Körper speziell trainieren. Trainieren heisst eine Anpassung durchführen. Damit der Körper sich anpasst muss er erstmals dazu gezwungen werden eine Änderung durchzuführen.

Wer z.B. abnehmen will der wird sich zunächst mit seinem Energieaufwand beschäftigen. Das heisst wie viel Energie (Kalorien) nehme ich täglich auf und wie viel braucht mein Körper. Ausgehend von der täglichen Zufuhr und dem Verbrauch wird es in erster Linie notwendig sein den Verbrauch zu steigern. Ich sage jetzt absichtlich nicht "weniger essen" denn der Körper braucht Energie. Viel wesentlicher ist es bewuster zu essen und die Vorgänge im Körper zu verstehen.

Wie muss ich trainieren?
Nun - das ist das grosse Einmaleins. Um richtig zu trainieren muss ich zunächst wissen was sich in meinem Körper abspielt, welche Reize notwendig sind um Anpassungen hervorzurufen. Oder - um nochmals das Beispiel mit dem Abnehmen zu verwenden - zu wissen wann und wie der Körper Energie speichert bzw. verbraucht und vor allem wie ich überhaupt trainieren darf.

Um sich dieses Wissen anzueignen gibt es das Studium der Sportwissenschaften, Ernährungswissenschaft oder auch der Medizin. Wem es nicht möglich ist zu studieren der muss andere Wege gehen. Indem er sich dieses Wissen durch Bücher aneignet oder aber einen Trainer & Coach zu Rate zieht.


Do it yourself : Professional Training?
Und genau das bringt uns zur Frage ob mich Bücher und allgemeine Trainingspläne an mein Ziel bringen oder ob es ratsam ist neben der Zeit auch etwas mehr Geld in ein Training zu investieren dass auf das individuelle Ziel, basierend auf dei eigenen Fähigkeiten bzw. den Gesundheitszustand und die Lebensgewohnheiten bzw. die vorhandenen Möglichkeiten angepasst ist.

Ich selbst habe beides probiert. Meinen ersten Marathon im Mai 2004 (Wien) habe ich nach dem, auf der Seite des Vienna City Marathon angebotenen Trainingsplan von Hubert Milonigg in Angriff genommen. Für den Berlin Marathon Ende Sept. 2007 habe ich ohne speziellen Plan trainiert und für den Vienna City Marathon 2008 habe ich mich erstmals professionel betreuen lassen und meine bisherige Bestmarke (4:31) um 32 Minuten unterboten. Im Vergleich zum Berlin Marathon war es fast eine Stunde obwohl nur 7 Monate zwischen den beiden Rennen lagen.

Damit habe ich mir die Frage nach der Trainingsform, dich ich mir selbst gestellt habe, bestmöglich beantwortet.


Warum Professionelles Training?
Abgesehen von den höheren Kosten gibt es keine Argumente gegen ein professionelles Training wie ich es durchführe. Institute wie das ÖISM auf der Schmelz bieten eine breite Palette an Angeboten mit dem Ziel den einzelnen Menschen auf dem Weg zu seinem Ziel bestmöglich, vor allem aber unter Wahrung seiner Gesundheit, zu unterstützen. Die Basis jedes Trainings ist daher eine Leistungsdiagnose (Ergometrie) auf dem Laufband oder Fahrrad die einen Status Quo über den aktuellen Zustand punkto Gesundheit und Ausdauer ermittelt und anhand der, in einem Analysegespräch, Tips für das weitere Vorgehen übermittelt werden.

Gehe ich eigene Wege bzw. vertraue ich auf das in einem Buch verfasste Wissen von einem oder mehrerer Experten dann muss man sich klar sein dass die darin angeführten Trainingspläne auf allgemeinen Erfahrungsgrundsätzen und die, für die jeweilige Leistungsstufe (Anfänger, Fortgeschrittener), vorgegebenen Trainingsbereiche (HF, Laktat, Geschwindigkeit) Richtwerte sind.

Dazu kommt dass die Trainingspläne in manchen Bereichen nach "Zielen" ausgerichtet sind. So z.B. für den Marathon nach Zeiten über/unter 4h. Der Laie ist leicht versucht zu meinen dass er, wenn er den Plan "unter 4h" für sein Training heran zieht, am Ende des Tages unter 4h bleibt. In Wahrheit heisst dies dass der Plan für all jene gedacht ist, die zum Zeitpunkt des Marathons - bedingt durch das Training - die erforderliche Geschwindigkeit (5:40 min/km) bei einem Laktatwert von 2mmol laufen können. 

So war mein Trainingsplan auf die best mögliche Erweiterung meiner Grundlagenausdauer und Geschwindigkeit im Bereich von 2mmol Laktat ausgelegt. Wo dieser letztlich liegen wird, war zum Start nicht klar. Zwischen November 2007 und Ende März 2008 habe ich mich dank meines Trainings in diesem Bereich um 4km/h! gesteigert. Mit dem Plan für den VCM 2004 ist dies bei weitem nicht gelungen.

Hauptgrund dafür - ich habe stets im falschen Bereich trainiert und bin gut 70% des Trainings zu schnell bzw. in einem zu hohen Laktatbereich gelaufen obwohl ich mich an die Angaben % zur max. HF gehalten habe. Die max. HF habe ich mittels Formel ermittelt. Bei meiner ersten Ergometrie im Herbst 2007 erreichte ich hier im übrigen den Wert eines 25 Jährigen :-)! Da lagen 16 Jahre dazwischen - einen grösseren Unterschied kann es kaum geben.


DARF ICH ÜBERHAUPT LAUFEN??
Ungeachtet welchen Weg man geht - eine Ergometrie mit entsprechender sportärztlicher Untersuchung sollte jeder vornehmen lassen. Unter anderem deswegen um zu wissen ob man überhaupt "Laufen" als Trainingsform ausüben darf.

Schon bei geringer Überschreitung des BMI kann es zu kardialen Problemen durch Herzverfettung kommen. Und so manchem schlanken Sportler wird zu beginn die Grundschule Laufen-Gehen-Laufen verordnet um überhaupt in den für alle Ziele (Abnehmen, Marathon, Fitness,...) erorderlichen 2mmol Trainingsbereich zu kommen. Bei meiner vorletzten Ergometrie, wenige Wochen vor dem Marathon 2008 wurde in der Belastung eine Extrasystole entdeckt. Ein sofort durchgeführtes Herzultraschall hat Entwarnung gegeben. Bei anderen Läufern wurden dabei aber auch Herzfehler entdeckt die einen Marathonlauf nicht mehr zugelassen haben.


Den Schweinehund überwinden!! ...
... anders geht es nicht. Nur wer sein Training regelmässig durchzieht, wer Pausen nur dort einlegt wo sie zur Regneration bzw. Anpassung gesetzt wurden (ausser aus Krankheitsgründen) wird sein Ziel erreichen.